Innovation war nie wichtiger als jetzt

…die Doppeldeutigkeit dieser Überschrift ist beabsichtigt.blockspace(bald funktioniert auch der Podcast)

Innovation ist der Schlüssel, um Wachstum nach Corona sicherzustellen und dennoch: Innovation steht in den meisten Firmen still.

Unternehmen stecken zur Zeit den Großteil ihrer Ressourcen in ihr Kerngeschäft, um den Status Quo möglichst schnell wiederherzustellen. Gleichzeitig wissen sie aber, dass Auswirkungen von COVID-19 die Art und Weise, wie sie in Zukunft ihr Geld verdienen, grundlegend verändern wird.  …. für mich klingt das paradox!

Dabei könnte Innovation der Held diese Krise sein. Der jedoch verliert in den meisten Unternehmen zur Zeit den Kampf gegen den Status Quo. Wir gehen zu lässig mit Innovation um.

Wenn Unternehmen nicht strategisch auf Innovation bedacht sind, verwässern die Anstrengungen schnell und spätestens nach 3 Jahren werden sie eingestellt. Es fehlen die Resultate. Was wir brauchen ist der Wechsel von einer „Casual-Dating-Mentalität“ hin einem strategischen „always-on Engagement“.

Laut Elvin Turner, Professor und Autor von „Be Less Zombie“, machen Innovationskraftwerke wie Amazon, Google, Pixar, Netflix genau das:

„Eine zielgerichtete, nie endende Ausrichtung auf Innovation. Strategisch im Gleichklang mit den Unternehmenszielen und tief eingebettet im Unternehmen und seiner Kultur. Angemessen ausgestattet und im gesamten Unternehmen sinnvoll belohnt.“

In den meisten Firmen soll heute jeder Bereich im Rahmen eigener Möglichkeiten Innovationen hervorbringen. Leider gelingt dies nur selten. In der Regel sind es inkrementelle Innovationen, kleine Fortschritte in einer reifen Branche. Das Umverpacken bestehender Produkte mit einigen zusätzlich eingebauten Neuerungen. Eine Strategie die nur kurzfristig funktioniert. Solche niedrig-hängenden-Früchte gehen auf Kosten der Investition in langfristiges Wachstum.

In einem kürzlich erschienenen Artikel von McKinsey heißt es: „Die Priorisierung von Innovationen heute ist der Schlüssel zur Erschließung des Wachstums nach der Krise.“ Denn jede Krise bietet Chancen, insbesondere für eine Zukunft, die schneller da sein wird, als wir uns vorstellen können.

Ein Paradox zwischen Reden und Tun

Führungskräfte einer McKinsey-Umfrage bei mehr als 200 Unternehmen verschiedener Branchen sind der festen Überzeugung, dass sie zu Innovationsprojekten zurückkehren werden, sobald sich die Welt stabilisiert hat, sobald das Kerngeschäft sicher läuft und der Weg nach vorne klarer ist. Nur ein Viertel berichtete, dass das Entdecken von neuem Wachstum heute oberste Priorität hat.

Paradoxerweise gaben 90 Prozent derselben Führungskräfte an, dass die Auswirkungen von COVID-19 die Art und Weise, wie sie in den nächsten fünf Jahren Geld verdienen, grundlegend verändern wird. Und dass die Krise die Bedürfnisse ihrer Kunden nachhaltig beeinflusst. Das klingt für mich nach einer grundlegenden Veränderung der Business Fundamentals. Eine vorhersehbare Änderung, die heute mutige Innovationen erfordert, keine kleinen inkrementelle Schritte.

Der Rückgang von Innovation ist in den meisten Branchen offensichtlich, die Finanz- und Industriebranche stechen durch ihre besondere Dramatik hervor.  Das ist fatal und eine Chance für Firmen dieser Branchen, die heute in Innovation investieren.

Führungskräfte stehen heute vor der wichtigen Entscheidung, nachhaltiges, zukünftiges Wachstum durch Innovation zu ermöglichen. Dies hat dauerhafte, positive Konsequenzen für die Wachstumsfähigkeit ihres Unternehmens in den kommenden Jahren. Auf Nummer sicher zu gehen, ist in der aktuellen Situation eine sehr kurzsichtige Entscheidung.

Ein Plädoyer für Innovation

McKinsey kommt zu dem Schluss, dass viele Unternehmen Innovationen zurückstellen, um sich auf vier Dinge zu konzentrieren:

  • Unterstützung ihres Kerngeschäfts
  • Verfolgung bekannter Geschäftsfelder
  • Kosten senken und Geld sparen
  • Minimierung des Risikos und Warten auf „mehr Klarheit“

Während McKinsey gleichzeitig zu dem Schluss kommt, die dringenden Maßnahmen sind:

  • Anpassung des Kerngeschäfts an sich ändernde Kundenbedürfnisse
  • identifizieren und schnelles Angehen neuer Chancenbereiche, die heute entstehen
  • Neubewertung des Innovations-Portfolios und Sicherstellung angemessener Ressourcen
  • Schaffung einer Grundlage für Wachstum nach der Krise, um in der Wiederaufbauphase wettbewerbsfähig zu sein

Kein Unternehmen kann nach der Krise weitermachen wie bisher.

Was ein Unternehmen historisch erfolgreich gemacht hat, gilt während oder nach der Krise nicht mehr: Kunden haben vielleicht Zahlungsschwierigkeiten.

Die Vertriebskanäle haben sich möglicherweise radikal verschoben, um neuen Anforderungen gerecht zu werden oder um neue Einschränkungen zu umgehen. Ein stabiler regulatorischer Kontext hat sich möglicherweise komplett geändert. Die Grundannahmen für stabiles, vorhersehbaren Wachstums sind vielleicht komplett auf den Kopf gestellt.

Wie gelingt der Schritt in die Innovation?

Hier hilft als ersten Schritt der Blick auf die „Strategic Drivers for Innovation“ von Elvin Turner, es klärt das „WARUM“ der Innovation:

1. Ausrichtung auf die Unternehmensstrategie: Welche strategische Ausrichtung muss Innovation unterstützen?

2. Finanzielle Erneuerung:  Welche Wachstums- und Erneuerungsniveaus sind erforderlich, um die heute und in Zukunft eingeforderten finanziellen Ergebnisse zu erreichen?

3. Kundenerkenntnisse: Was ist für Kunden heute und in Zukunft am wichtigsten? Wer ist in Zukunft mein Kunde?

4. Portfolio: Haben wir das richtige Gleichgewicht aus neuen und bestehenden Produkten und Dienstleistungen in der Pipeline?

Es ist die Zeit für mutige Innovationen!

Wenn Sie Hilfe benötigen, um loszulegen, um Leitplanken für Innovation zu setzen und um ein gelingendes Innovations-Ökosystem aufzubauen – kontaktieren Sie mich. Ich helfe gerne und mit dem Ziel, dass sie schnell ein zugeschnittenes Innovations-Ökosystem am Laufen haben und keine fremde Hilfe mehr benötigen.

Ute